Hörögeräte Herrmann GmbH - Hörgeräte Gehörschutz Zubehör bei Schwerhörigkeit in Pirmasens, in Kusel und in Waldfischbach

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Hören

Unser Ohr nimmt jeden Tag eine Vielzahl von Geräuschen (=Schallwellen in der Luft) auf.

Sie gelangen durch den Gehörgang zum Trommelfell und werden dann über die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel) zur Gehörschnecke (Cochlear) weitergeleitet, umgewandelt und gelangen und von dort über den Hörnerv ins Gehirn. Es verarbeitet die angekommenen Informationen und … wir hören.

Bei Schwerhörigkeit funktioniert diese Weiterleitung nicht mehr korrekt. Die Geräusche kommen nur teilweise beim Hörnerv an. So ist zum Beispiel alles leiser oder es erreichen nur wenige oder keine hohen, bzw. tiefen Töne das Gehirn.

Hier setzen Hörhilfen / Hörgeräte / Hörsysteme an. Sie gleichen die Frequenzbereiche aus, die das Ohr nicht mehr wahrnehmen kann.

Unser HÖRORGAN

das menschliche Ohr

Ein kleines Wunderwerk verbirgt sich in jedem Ihrer zwei Ohren. Aufgebaut ist es aus drei Teilen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Das äußere Ohr
Das äußere Ohr besteht aus der Ohrmuschel und dem (äußeren) Gehörgang.
Eintreffender Schall wird durch das Außenohr über die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang weitergeleitet. Der Schall wird durch die Trichterwirkung des Ohres und die Eigenresonanz des äußeren Gehörgangs im Bereich von 2-4 Kilohertz (KHz) um ca. 20 Dezibel (dB) verstärkt.

Das Mittelohr
Das Mittelohr besteht aus Trommelfell, der Tube und der Gehörknöchelchen-Kette "Hammer", "Amboss" und "Steigbügel". Am Ende des äußeren Gehörgangs trifft der Schall auf das Trommelfell im Mittelohr. Durch die Flächendifferenz vom Trommelfell zur Steigbügelfußplatte wird der Schall um das 17-fache verstärkt. Dazu kommt die 1,3-fache Hebelverstärkung der Gehörknöchelchen-Kette. Das ergibt eine 22-fache Gesamtverstärkung, welche etwa 27 dB entspricht. Durch diese Schalldruckverstärkung wird eine Impedanzanpasung an das mit Flüssigkeiten (Lymphe) gefüllte Innenohr erreicht. Durch die “Tube” ist das Mittelohr mit dem Hals-Nasen-Rachenraum verbunden. Sie sorgt für einen Druckausgleich.

Das Innenohr
Im Innenohr befindet sich die Hörschnecke. Das Innenohr sowie die Schnecke sind mit (Lymph-) Flüssigkeit gefüllt, welche durch die Schallwellen in Schwingung versetzt wird. Die Schnecke enthält das eigentliche Hörorgan, das Cortiorgan. In der Schnecke des Innenohrs empfangen Sinneshärchen (die sogenannten Haarzellen) die Schallreize, die dazugehörigen Sinneszellen werden erregt und geben den Impuls an den Hörnerv weiter. Dabei differenzieren sie unterschiedliche Frequenzen – das Spektrum der Töne, die menschliche Ohren wahrnehmen können. Dort werden die akustischen Reize in Nervenimpulse umgewandelt und gelangen über den Hörnerv zum Hörzentrum im Gehirn.

Warum wir zwei Ohren brauchen? Weil wir so unterscheiden können, aus welcher Richtung der Ton kommt – schon für unsere fernen Vorfahren in der Wildnis war das eine überlebenswichtige Fähigkeit.

das menschliche Ohr

Unser GEHÖRSINN

"Nicht sehen können trennt von den Dingen, nicht hören können von den Menschen" (Immanuel Kant)

Das Gehör ist unser wichtigstes Kommunikationsorgan! Wer gut hört, weiß oft nicht, was es bedeutet, schlecht oder gar nicht zu hören. Die wenigsten Menschen denken bewusst über ihre Ohren nach. Die Bedeutung des Hörsinns für den Menschen geht über das bloße Verstehen weit hinaus.

Orientierung und Richtungshören
Mit schlechtem Gehör ist es nahezu unmöglich fest zu stellen, woher ein Geräusch kommt und wie weit es entfernt ist.

Kommunikation
Nicht hören schafft Distanz in allen erdenklichen Alltagssituationen, trennt Betroffene von ihren Mitmenschen: Im Gespräch, in Gesellschaft, in der Familie, in der Freizeit, im Beruf.

Warnfunktion
Das Gehör ermöglicht uns, auf Gefahren z. B. im Straßenverkehr aber auch in der Natur zu reagieren. Wer schlecht hört, kann z.B. das Martinshorn eines herannahenden Rettungswagens überhören. Das Gehör ist immer auf Empfang und nimmt ständig Informationen aus unserer Umwelt auf: ob Vogelgezwitscher, einen tropfenden Wasserhahn, die Türklingel usw..

Begleitinformationen auf der emotionalen und sozialen Ebene
Allein die Betonung eines einzelnen Wortes, etwa "Ja", kann diesem höchst unterschiedliche Bedeutungen geben. Erstaunen, Begeisterung, Zustimmung, Ablehnung, Zweifel, Ironie, Heuchelei. Diese zusätzlichen Emotionen hören wir "nebenbei" und nehmen sie wahr.

Schwerhörigkeit, was ist das?
Etwa 15 bis 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Schwerhörigkeit, die – falls nicht behandelt – ihre Lebensqualität einschränkt. Verluste des Gehörs können vielfältige Ursachen haben – von genetischen Anlagen über Infektionen und Verletzungen bis hin zu degenerativen Veränderungen. Bei der so genannten Innenohrschwerhörigkeit sind die Sinneszellen oder der Hörnerv betroffen. Die Schallwellen werden nicht mehr oder nur ungenügend empfangen und „verarbeitet“. Mit Hilfe moderner Hörgeräte lässt sich der damit verbundene Hörverlust gut ausgleichen.

Hörgeräte Herrmann in Pirmasens, in  Kusel und in Waldfischbach